Auf an Kaffee beim Hinterberger - Folge 11 Michael Garschall (Intendant Herbsttage Blindenmarkt)
Shownotes
Die Firma Hinterberger aus Amstetten geht neue Wege und startet ihren eigenen Podcast im Talkshow-Format.
Unter dem Titel „Auf an Kaffee beim Hinterberger“ werden spannende Persönlichkeiten aus der Region vor Mikrofon und Kamera eingeladen, um ihre Geschichten aus ihrem Alltag/Beruf/Leben etc. zu teilen – und das geht natürlich am Besten bei einer Tasse automatisch gutem Kaffee!
In Folge 11 erzählt Michael Garschall über seinen spannenden Karriereweg, seinen Alltag als Intendant und wie er zu seiner Leidenschaft gekommen ist! :)
Ihr habt auch etwas Spannendes/Lustiges etc. zu erzählen!? - dann schickt uns eine Nachricht und nehmt bei uns im Studio Platz! Wir freuen uns auf Euer Feedback!
Kontakt: roman@hinterberger-kaffee.at
Web: www.hinterberger-kaffee.at
Transkript anzeigen
00:00:02: Servus größer euch und herzlich willkommen zu einer weiteren Ausgabe von Auf an Kaffee beim Hinterberger, dem hauseigenen Podcast der Firma Hinterberger.
00:00:14: Ziel vor dem Ganzen soll sein dass man interessante Personen und Persönlichkeiten aus der Region vor die Kamera beziehungsweise vor das Mikrofon holt Und eine solche Persönlichkeit ist heute definitiv bei uns im Haus und zwar ist es daher Michael Garschall seines Zeichnes Intendant der Herbst-Tage Blindenmarkt.
00:00:31: Und in dem Fall darf ich gleich mal übergeben, vielleicht wollen Sie noch einmal kurz vorstellen und so für die Zuschauer und zuhörer erklären was einen intendant so macht.
00:00:41: Das ist ja glaube nicht jeden ganz so klar immer!
00:00:43: Ja, ich freue mich da sein zu dürfen.
00:00:45: Danke für die Einladung!
00:00:46: Sehr
00:00:47: gerne!
00:00:47: Mein Name ist Michael Gausscheul.
00:00:49: Ich bin neunfünfzig Jahre alt.
00:00:51: Ich bin aufgewachsen im Blindenmarkt, ist immer noch mein Hauptwohnsitz.
00:00:56: Lebe in den Blindenmarkt und in Wien und bin seit siebenunddreißig Jahren Intendanz der Herbst-Tage-Blindenmark.
00:01:03: Daneben bin ich ein selbstständiger Kulturmanager, habe eine Firma wo ich eben Events organisiere.
00:01:10: Mein Herz, meine Berufung sind die Herbst der geblinden Markt.
00:01:14: Die ich eben schon über Jahrzehnte mache und die mir sehr wichtig sind.
00:01:19: Ja was macht ein Intendant?
00:01:22: Das ist die Kardinalfrage!
00:01:24: Im Prinzip ist er so der Kapitän von einem riesen Schiff.
00:01:29: Er ist für alles zuständig und letztendlich auch für alles verantwortlich.
00:01:34: Da geht es um die Budgets, um die Finanzen.
00:01:36: Wir sind ja mittlerweile eine Riesenunternehmen mit vielen Angestörden, auch Fixangstörden das Jahr über.
00:01:42: Also das muss alles auf Schiene gebracht werden.
00:01:45: dann geht es natürlich um Stückplanung Es geht um die Besetzung, es geht um PR, es wird um Werbung und es geht Um Pressearbeit.
00:01:52: Er muss das Gesicht nach außen sein.
00:01:54: er sollte und das ist mein Ziel bei jeder Vorstellung da sein und die Gäste begrüßen.
00:01:59: Und als Intendant muss man natürlich auch Vermittler sein, wenn es Probleme gibt und wir dafür nicht vergessen bei uns arbeiten an die hundert Menschen mit vor auf und hinter der Bühne.
00:02:11: Er muss ein bisschen psychotherapeut sein, er muss berater sein.
00:02:15: vielleicht eine Vaterfigur weil man so sagen will ist auch wichtig zu sein.
00:02:19: ja
00:02:20: ich lache deswegen so weil mir kommt das Ganze ein wenig verkauft wie sie gesagt haben so mal so ein bisschen Mädchen für alles.
00:02:25: Mädchen
00:02:25: Für Alles unbedingt auch gerne eben natürlich ein sensationales Team um mich und viele, viele Abteilungsleiter.
00:02:33: Die funktionieren alle sehr gut die einzelnen Abteilung.
00:02:37: Das geht hin fangt an bei der musikalischen Leitung und Orchesterleitung und Chorleitung.
00:02:44: Und sogar bis wir meine Verpflegungsbeauftragten ... das ist unsere Rosemare Pichlmeier, die immer schaut dass alle gut versorgt sind weil es ist wichtig!
00:02:54: dass es einen guten Kaffee gibt und was Süßes dazu.
00:02:57: Das ist ganz, ganz wichtig.
00:02:59: aber natürlich sind wir mit einer Firma vergleichbar.
00:03:01: das ist ein Unternehmen wird so ein Kommunalsteuer wie sie auch in jedem Bereich.
00:03:08: weil immer die Frage kommen Sie haben schon irgendwie Sie haben ja mit Künstlern zu tun oder die können kompliziert sein.
00:03:19: Das gibt es aber in jeder Firma, das gibt es in jedem Unternehmen.
00:03:23: Da würde ich sagen alle Menschen gleich gibt solche und solche.
00:03:27: Aber das Wichtige ist dass der Zusammenhalt stimmt und das gelingt uns im Blinkenmarkt ganz wunderbar!
00:03:36: Wie trinken Sie Ihren Kaffee üblicherweise?
00:03:38: Ja, der Kaffe ist mir ganz wichtig.
00:03:40: Mit dem start ich in den Tag.
00:03:41: Ich frühstücke nichts.
00:03:43: Trink aber bitte nicht.
00:03:44: Lachen einen Filterkaffee am Morgen mit einer guten Maschine und einem sehr guten Kaffees.
00:03:51: Und dann mittags immer einen Espresso nach dem Mittagessen.
00:03:55: Das findet auch später statt um vierzehn Uhr und dann am Abend wieder ein Espresse, weil meist habe ich Abendtermine und mir ist die Qualität sehr wichtig.
00:04:04: Ich bin jetzt keiner der den Kaffee braut.
00:04:06: über zehn Minuten da bin ich zu der hätte nicht die Geduld.
00:04:12: aber ein guter Kaffe ist mir sehr sehr wichtig und auch ohne Zucker seit Jahrzehnten und auch kaum mit Milch selten dass sich Ganz pur, weil er den Kaffee so richtig schmecken will.
00:04:25: Und ja, der Kaffe ist schon ganz was Wunderbares.
00:04:28: Kehrt dazu quasi?
00:04:30: Muss sein!
00:04:31: Mehr muss sein.
00:04:32: also das ist ein Tag ohne Kaffees am Morgen, das geht gar nicht.
00:04:36: und da kommen schon einige Tassen dann am Schreibtisch dazu.
00:04:40: und mir ist es auch wichtig dass ich schöne Tassen habe und dass jeder Schluck irgendwie Ja, Spaß macht.
00:04:48: Es ist ein Erlebnis quasi nicht nur das Schmacksrum.
00:04:49: Unbedingt,
00:04:50: unbedingt!
00:04:51: Das Auge trinkt auf... Also
00:04:52: beim Kaffee würde ich nie sparen.
00:04:55: Das ist das letzte
00:04:56: Werte.
00:04:56: Ist eine gute Lebenszeitstelle.
00:04:57: Unbedingt.
00:04:59: Wir
00:05:01: haben ja gerade vorher gesprochen.
00:05:02: Sie mir gesagt sie sind in Blindenmarkt aufgewachsen.
00:05:07: Wenn es sich für unsere Zuhörer vielleicht ein bisschen erzöhnen wird wie sind sie dahin gekommen wo sie heute sind?
00:05:12: also zum generell zur.
00:05:15: Wo kommt die Affinität her?
00:05:16: Zur Oper rette, zur Oper zum Theater und so weiter.
00:05:20: Ja ich bin in Blindmarkt aufgewachsen hatte dort wirklich eine wunderschöne Kindheit zwei Brüder Ich bin der Nachzügler das hat Vor-Nachteile.
00:05:30: also meine Eltern große Eltern haben mich alles sehr verwöhnt.
00:05:34: ich glaube es ist trotzdem ein ordentlicher Mensch aus mir geworden beigebracht, wie man mit Menschen umgeht.
00:05:44: Also mein Großvater der mir sehr, sehr wichtig war, er war Urmachermeister, war im Ort sehr engagiert und hat mich schon als kleinen Buben überall mit hingenommen.
00:05:54: Und weil er war natürlich die Einstellung von einem Unternehmer muss, muss überall hingehen und überall dabei sein und man kauft nur im Ort und da habe ich wirklich viel von ihm gelernt, wie Kommunikation funktioniert.
00:06:10: Als Kind will man natürlich alles erfahren oder alles lernen und sich mit allem auseinandersetzen.
00:06:18: Schön war es, wirklich wenn ich an meine Schulzeit zurückdenke dass wir... Es gab ja kein Handy nix.
00:06:28: Wir sind nach der Schule umziehen und raus in die Natur Und ich habe wahnsinnig viel erlebt mit den Nachbarbuben und Nachbarmädchen.
00:06:37: Und einen Riesenspaß gehabt, das möchte ich nicht wissen... Nicht missen!
00:06:44: Vielleicht war eine heute wie wir alle am Handy hängen und so konzentriert sind auf dieses Gerät sag' immer Ich bin wieder für ein Vierteltelefon weil es hat schon
00:06:52: was geklappt
00:06:53: und wir haben uns trotzdem getroffen.
00:06:55: Ich hab keinen Termin versäumt Es hat auch alles gepasst.
00:06:59: und ja, wir waren dann immer im Sommer am Aussee im Blindenmarkt.
00:07:04: Das war auch wunderschön.
00:07:07: also da sind wir rausgezogen mit fairen Start und draußen geblieben so lange es ging und die ganze ganze Straße ist dann miteinander schwimmen gegangen und ab Abend haben wir immer was unternommen alle Generationen Karten gespielt Dann gab's Chips dazu.
00:07:24: das war richtig ein Erlebnis um bestimmte Spiele oder haben irgendwie einen Sonnenfeuer gemacht, das war wirklich eine tolle Zeit.
00:07:33: Ja aber meine Großmutter die eine Wienerin ist und aus sehr gutem Haus hat ein Instrument gespielt und war sehr musikinteressiert, Oper-Operette Schauspiel und die hat mich immer zwischen den Spielereien ich habe sehr viel Zeit bei meinen Großeltern verbracht vor den Fernseher gesetzt und gesagt, da musst du jetzt zuhören.
00:07:54: Das hörst du an?
00:07:55: Das ist schöne Musik!
00:07:56: Da sind jemand dort... Und das hat mir irgendwie fasziniert die welteste Art, dass diese Zauberreiheit, da geht ein Vorhang auf und man rutscht so hinein in die Fantasie und kann träumen und die Musik berührt.
00:08:09: Das war lustig oder man hat vielleicht Tränen in den Augen.
00:08:12: und die Stars, die da gekommen sind im Fernsehen Ja, das war schon meine Großmutter und meine Mutter hatte ganz viel Schellax, weil die musste als Mädel in eine Schule nach Linz und da hat mir ja ein Grammophon gekauft.
00:08:31: Und ganz viele Schellaks, diese seventy-eighter Platten.
00:08:38: Das habe ich mal als Kind alles gerne angehört.
00:08:40: Die ganzen Schlager und die operierten Melodien und das hat mich sehr verzaubert würde ich sagen.
00:08:47: Das heißt es war eigentlich dann für sie... Ja, es bulscht eigentlich dann schon klar.
00:08:53: Das sind die Richtungen.
00:08:53: was machen wollen?
00:08:54: oder haben Sie vorher etwas anderes?
00:08:55: Nein ich gar nicht!
00:08:56: Weil meine Eltern nachdem immer gern organisiert hab und ganz gerne auch in die Schule gegangen bin... Ich war einmal so eine Schule, einmal so wie sie mich halt gerade gefreut hat und haben sich gesagt ich muss Lehrer werden.
00:09:14: für typische Ansage wie's heute in der Zeit war.
00:09:18: Ich bin auch nach Wind gefahren, um irgendwie Auskunft über diverse Studien zu bekommen.
00:09:25: Und ich bin da im Zug über die Theaterwissenschaft gestolpert und habe dann entschieden, dass ich das ausprobiere.
00:09:32: Meine Eltern waren natürlich entsetzt.
00:09:35: Ich hab gar
00:09:35: nicht gewusst was es ist aber es hat mich wiederum fasziniert, dass sich ein Studium mit Theater beschäftigt und ich habe das dann ausprobiert War ein sehr theoretisches Studium, also hat mit Praxis noch wenig zu tun.
00:09:52: Ich habe mir das her sehr schnell in die Praxis geflüchtet und sehr viele Jobs angenommen.
00:09:58: Er zielt immer wieder mein erster Job vor Laufbursche von Friedig Wien wie er hier in einem Städten gastiert hat.
00:10:05: Und habe dann sehr bald versucht auch weitere Assistenzen und Hospitanzen irgendwie zu absolvieren und bin so in die praxis hineingerutscht.
00:10:17: Ich habe dann auch, das Studium war fast ein bisschen theaterfremd.
00:10:22: Also die Professoren, die dort unterrichtet haben waren jetzt sehr der Wissenschaft verpflichtet.
00:10:27: Manche sind ja gar nicht ins Theater gegangen.
00:10:29: da ging es eher um Theatergeschichte und Theatertramaturgie und Theaterrecht Und ich hab dann sehr bald in dieses Festival gegründet also in neununddachzig hatte ich die Idee Und das wurde gar nicht so gern gesehen und ich habe dann auch meine Diplomarbeit irgendwie abgebrochen.
00:10:46: Ich bin hineingerutscht in die Praxis, mein zweit Studium, medienpädagogik habe ich beendet.
00:10:54: Nachdem ich ja wusste, ich will sicher nicht in die Wissenschaft oder in die Forschung oder in der Lehre, weil es mir nicht zu wichtig ist, das Studium abzuschließen.
00:11:04: Die Praxis-Herausforderungen sind dann immer mehr geworden.
00:11:09: bei Steinwege landet, das sind die größten und teuersten Klaviere.
00:11:14: Also die weltweit gespielt werden.
00:11:16: Das ist
00:11:17: Finderbegriff.
00:11:17: Wir haben dann gemeinsam ... also ich war ein Mitarbeiter.
00:11:24: der Chef hat immer am Ring, am Opernring ein Geschäft aufgebaut wo interessanterweise jetzt der Nachbar Steineckermoden ist?
00:11:33: Okay!
00:11:34: Direkt alles neben der Oper war sehr schöne Zeit.
00:11:37: und dann, da habe ich auch sehr viel gelernt, war ich Assistent vom Direktor an der Bruckner Uni.
00:11:44: Da war ich für seine Großprojekte zuständig, für seine Pressearbeit und hab ihn halt ... ja!
00:11:51: ... betreut und beraten.
00:11:53: Und war immer an seiner Stelle, ich weiß, wenn wir große Konzerte organisiert haben,... ... das Schämbolo hat dann meist wie rausgetragen... ... und in sein Auto gepackt und so.
00:12:03: Das war ein Direktor zum Anpacken!
00:12:05: Ja, es war auch eine sehr schöne und wichtige Zeit.
00:12:09: Es klingt hochinteressant vor allem, wenn man also viele verschiedene Persönlichkeiten... ... aus den Kunstszene, aus der Musikszene... ... weil sie die Friedrich Winde angesprochen haben usw.
00:12:19: Das ist immer, aber wenn man ein junger Mensch sieht und so wie es in ihrem Fall war.
00:12:24: Wann war der Zeitpunkt?
00:12:26: Weil das ist ja sehr vielseitig alles.
00:12:27: Es gibt ja die Kultur, es gibt ja Musik, es gibts Operäten.
00:12:31: Weil das hängt ja alles zusammen.
00:12:33: Wo war dann für sie der Punkt wo sich sagt okay ich möchte eher in diese Richtung bleiben sagen wir so
00:12:42: Als ich würde sagen, Opa und der Brete sind die Königsdisziplin.
00:12:46: Ich weiß da so viel vereint.
00:12:48: Da geht es um Bühne, Kostüm, um Tanz-, um Gesang-, um Darstellung... Also das vereint wirklich ganz viele Kunstgattungen.
00:12:59: Das hat mich sehr fasziniert und ausschlaggebend worden.
00:13:02: Dann sicher wie ich dann in Wien gewohnt habe bei meinem Cousin der lustigerweise Hans Moser heißt und hier am Land auch aufgewachsen ist.
00:13:13: Und jetzt noch seiner Karriere in Wien wieder nach Ferschnitz gezogen ist, bei dem habe ich gewohnt.
00:13:18: Ich bin ja fast dreimal in der Woche nach Blindenmarkt nach Hause gefahren weil im Gesangsfreien gesungen haben wir irgendein Chor und dann haben wir Theatergruppe gehabt.
00:13:28: Ich bin dann um die Wiener Staatsoper gekreist, in der einer nicht drinnen war und dann bin ich reingegangen.
00:13:36: Und das hat mich so wahnsinnig fasziniert dass ich halt gewusst habe ob er möchte oder irgendwer möchte da mit tun weil es halt so ja ein Faszinosum ist.
00:13:47: Da waren halt viele Stars die ich da in den ersten Tagen gehört hab.
00:13:51: Mirella Frehne war da dabei und Lucia Bob und Placito Domingo.
00:13:56: Ja ich war einfach geflasht was da abgeht Und das ist irgendwie, da ist mein Herz aufgegangen und tut es auch noch bis heute.
00:14:05: Das ist sehr wunderschön!
00:14:06: Wenn man sagen kann, man hat wirklich seine Leidenschaft gefunden... ...weil es gibt immer diesen alten Spruch, es gibt Berufung und Beruf aber...
00:14:13: Genau, das stimmt.
00:14:14: Aber in jedem Fall klingt's wirklich so.
00:14:16: Es waren sie da wirklich angekommen in der Berufung, möchte ich sagen.
00:14:20: Möchte ich und mich auch fasziniert dass er dem Theater dann dort Ein paar Tausend Menschen drinnen sitzen und alle Fiebern etwas entgegen.
00:14:30: Und dann gibt es jetzt Sängerinnen und Sängern, die können so toll singen dass man den Atmen anhält.
00:14:35: Ich denke an Editha Grovorova, die zigmalig gehört haben.
00:14:39: Man traut sich nicht mehr atmen und sieht immer höher und höher noch höher gesungen.
00:14:45: Es gab dann so lustige Sachen.
00:14:47: Früher konnte man die Karten nicht über Internet bestellen und wenn Placido Domingo gesungen hat, das war in den Eintrachten und achtzig sein erster Hotel in Wien musste man sich da gelangen um Stehplätze anstellen.
00:15:00: Da hat man sich drei Tage rundum die Wiener Staatsoper angestellt.
00:15:05: für ein paar Stunden durfte man dann immer weggehen, musste man abmelden in der Schlange, dann ist man wieder gekommen.
00:15:12: Und wenn wir weggehen durften, sind wir in die Volksoper gegangen und haben sich dort was angeschaut.
00:15:17: Dann sind wir wieder zurück und dann kamen die große Premiere Gott sei Dank einen Stehplatz gekriegt und das war einem ja mit Subimeter und Implacidos ein erster Hotel und dann haben wir wirklich nach der Vorstellung fünfzig Minuten applaudiert.
00:15:36: Das kann ich auch bis heute und der ist dann hundertmal vor den Vorhang gekommen.
00:15:42: Und so bräuchte er dann ... in die Garderobe gegangen ist, sind wir an den Bühnenang eingang gesaust und haben sie dort wieder angestellt dass man ein Autogramm kriegen.
00:15:52: Jetzt war das gar nicht so eine Personenverärgerung.
00:15:55: aber da waren so viele junge Leute die heute an des Taktas dann mal applauden.
00:15:59: Die einen waren begeistert, die anderen haben geschimpft.
00:16:01: wie es halt immer ist gibt viel besser Wisser im Opernbereich, die sogenannten Frigs.
00:16:08: Aber das war jetzt schon eine unglaubliche Zeit.
00:16:11: Ich möchte nicht wissen.
00:16:12: Aber ich muss jetzt schon dazu sagen, das ist meine Berufung.
00:16:15: aber mir war immer auch wichtig dass ich nicht hinein kippe in dieses Theater-Gain voll aufsorge.
00:16:24: es gibt ja noch ein Leben daneben.
00:16:27: also ich wollte nicht irgendwie Tag und Nacht in einem Theater sitzen, wo es oft Finster ist.
00:16:34: Und sitzt mit meinem Haus auf der Bühne staubig und das ist irgendwie die wunderbare Theaterluft.
00:16:39: Die ist natürlich irgendwie faszinierend.
00:16:41: aber ich bin auch gerne immer draußen gewesen, habe mir gern was anderes angeschaut, hab gerne organisiert auch andere Events... Die Natur entdeckt, weil mein Vater war immer wichtig Urlaub in Österreich.
00:16:54: Also man war es wichtig in den Bergen zu sein und zu wandern.
00:16:58: Ich bin so gerne im Salzkammergut.
00:17:00: Das ist für mich eine Droge bis heute wo ich mich ja abends ein Wochen lang regnet.
00:17:09: Bei jedem Wetter kann er eine schöne Zeit dort verbringen.
00:17:15: Ich habe durch den engen Kontakt zum Publikum, dann auch durch meine langerikte Tätigkeit in Gloster-Neuerburg sehr viele Menschen kennengelernt.
00:17:24: Auch natürlich im Blindenmarkt und aus der Wirtschaft, aus der Politik... Und wie war das?
00:17:30: Ich bin bis heute ein Innenpolitikchanke würde ich fast sagen.
00:17:34: also die Innenpolitik ist mein Hobby.
00:17:37: Das verfolge ich also bis ins letzte Detail.
00:17:43: Ja, ich will ihm sagen damit das nicht nur derart ist sondern ganz andere Interessen auch
00:17:48: vorhanden sind.
00:17:49: Sie haben ja vielseitig aufgestellt, sie waren Moderator gewesen oder singt noch?
00:17:57: Man wird ja gar nicht fertig wenn man so quasi möchte.
00:17:59: Das
00:17:59: war immer wichtig habe ich mir gerne selber gesungen aber keine professionelle Stimmausbildung hab sogar in der eigenen Theatergruppe gespielt.
00:18:12: Vielleicht mache ich das wieder mal, aber man muss sehr viel Regie geführt werden.
00:18:20: Aber irgendwann als Intendant merkt man dann, dass man Prioritäten setzen muss und nicht alles gleichzeitig machen kann.
00:18:28: Das war eigentlich ein guter Weg.
00:18:33: Das macht bei seinem meisten Spaß.
00:19:00: Welchen Karriereweg man dann?
00:19:02: oder ergibt sich das so ein bisschen im Lauf der Biografie?
00:19:05: Es ergibt es sich wahrscheinlich, ich war ja als ... es war segnern Fluch zugleich.
00:19:11: Ich war ja wie ich Blindenmark gegründet habe, der jüngste Intendant von Österreich Hab noch zu ihrs in die Jung ausgeschaut.
00:19:21: Jetzt bin ich halt grau geworden... Da ist
00:19:25: er kein Nachdein!
00:19:26: Überhaupt kein Nachtdein.
00:19:28: Natürlich wird einem wann man so jung ist nicht immer alles zugetraut, wie ich mich in Klosterneuberg beworben habe.
00:19:34: Da war ich wieder der Jüngste und wir waren dann in der Eintrache und da glaube ich vier Leute und ich war da deutlich.
00:19:41: Der andere war ein zwanziger Öder der Kollege und die haben sich für den jüngeren entschieden.
00:19:50: Ich glaube das war gut so weil mir wahnsinnig viel Erfolg in Klosterneuerberg gehabt hat Das mit einem sehr guten Konzept, ich habe eben dort versucht ist das vom Morgen zu fördern.
00:20:01: Es sind ja viele Niederösterreicher innen dabei die ich entdeckt hab und der Kreuzberg oder Patricia Nolds oder die Anja Mittermüller die jetzt eine ganz große Karriere machen.
00:20:12: Andreas Schager, der berühmteste Wagner-Tenor, die haben alle im Blinkenmarkt an den Kloster Neuburg gestartet.
00:20:19: Und da war schon gewusst dass es läuft, das werde ich einige Zeit machen.
00:20:24: Der Zuspruch beim Publikum in Gloster-Neuburg war enorm.
00:20:28: Ich wurde auch von Gloster Neuburg sehr auf Händen getragen, dem Gruß der neue Junge Intentant, der hat sich da ins Zeug, er bringt und das war dann schon eine wunderschöne Zeit was vielleicht bis zuletzt anstrengend ist wie es war ob mehr im Kaiserhof der Stifte ist, man muss immer ums Wetter bangen.
00:20:53: Wir haben zwar Auswachquartier gehabt aber das war auch nicht die beste Lösung.
00:20:57: also es ist schon nie mehr.
00:21:00: Und das hat sich dann auch, das ist vielleicht eine witzige Anekdote so verändert die letzten Jahre hin.
00:21:06: jeder hat irgendwelche Apps am Handy und waren.
00:21:09: dann ein guter Abend in Klosterneuberg war, da kamen die Leute mit dem Handy und er lauten meinem Handy zuhause regnen Aha, habe ich gesagt.
00:21:17: Nein, das regnet aber nicht!
00:21:22: Und eine Geschichte war einmal – das erzähle ich auch gerne – wie eine Dame kommen ist?
00:21:28: Es hat noch nicht geregnet, da habe ich ja gesagt bei meiner Tochter in Frankreich regnet schon.
00:21:36: Ich habe gesagt naja was soll man tun?
00:21:38: vielleicht kommt es nicht so schnell zu
00:21:40: uns
00:21:41: und das ja auch fasziniert.
00:21:43: also ich hab immer am liebsten nicht in die Apps reingeschaut weil sie Dann hat sie immer gegessen, die haben schon bei der Wetterwarte beim Wetterdienst angerufen.
00:21:54: Die haben gesagt, ich meine es gab Tage wo's klar war aber es gab auch Tage wo so Wetter herumziehen und man kann gar nicht sagen ob die... Und da habe ich mal beim Wetterdienst angeraufen und hab gesagt heran, Sie sagts Ihnen ganz ehrlich!
00:22:08: Das ist wie eine Straßenbahn und der Fahrer weiß noch nicht wo er hinfährt heute Abend Ob es gleich kommt, das weht oder nicht.
00:22:16: Ich weiß es nicht!
00:22:17: Aber
00:22:19: es ist schwierig, weil ich habe auch schon die ein oder andere kleinere Veranstaltung organisiert im Außenbereich und ich finde immer schwierig, wann ist der Zeitpunkt wo man dann wirklich sagt okay jetzt machen wir's drinnen?
00:22:31: Oder besagen sie ab?
00:22:32: Es
00:22:32: ist eine Challenge und eine Herausforderung und das Publikum wird da vielleicht ein bisschen unrunder.
00:22:38: wie so regnet Zeit, wenn ich hier bin.
00:22:43: Wir waren aber das einzige Festival, auf das bin ich sehr stolz.
00:22:47: Das oft drinnen in der Heile begonnen hat und wenn es dann in der Pause besser geworden ist, sind wir raus übersiedelt.
00:22:53: Die ganze Truppe alle hundertfuchts Kleider und alle achthundertfünfzig Besucher und da haben uns heute einen Namen gemacht.
00:23:00: dass man so flexibel sieht weil sich habe er alles Ja, Wahnsinn kann man sich gar nicht vorstellen.
00:23:06: Das Licht wieder anwerfen, dann musst du schauen ob es durch das Unwetter vorher irgendwas passiert ist mit den Scheinwerfern oder der Basket was da keinen kurzen gibt und die alles wieder trocken wischen und viel lustige Sachen erlebt.
00:23:21: Ich habe gerade erzählt dass ich so jung ausgeschaut habe und da hat auch meine Dame nach der Vorstellung dem Bus nicht mehr erwischt weil sie im Länger gedauert hat durch den Umzug Und sie ist auf mich zugekommen und hat ihm gesehen, dass ich da dazugekehrt.
00:23:37: Ich werde mich beschweren!
00:23:39: Ich gehe zum Hintertafen!
00:23:40: Aber ich habe gesagt ja, machen Sie das!
00:23:46: Weil ihm so jung aussieht niemand.
00:23:49: Das gibt immer wieder mal Kritiker bei gewissen Dingen
00:23:54: die... Die Landesmutter und Landeshauptfrau haben dann viele Ehrungen.
00:24:00: Nimmer der Jüngste, sondern der Dienst ältersten in Österreich.
00:24:03: So geht's!
00:24:05: Und die hat einmal bei dem Premier angefragt wie das macht, dass es so gut ausschaut.
00:24:09: Wie gesagt, das sind die Gene meiner Eltern, die wirklich ja da muss ich schon sehr dankbar sein.
00:24:15: Die haben bis zum Schluss beides super ausgeschaut
00:24:18: und... Also der Checkpot quasi?
00:24:20: Ja, und ich lasse den Neuback habe ihn natürlich nach Timklos, der Neubach des älterssten Wein- und Österreichs ist.
00:24:25: Habe immer gesagt, es ist der Klosster Neubacher rein.
00:24:28: Der mich so frisch schält und ... Ja, war eine schöne Zeit.
00:24:34: Weil Sie vorher gesagt haben, Sie haben so viele Talente quasi Junge die dann mittlerweile wirklich ihre Gehirn hin mithaben entdeckt hat damals usw.
00:24:44: Die schlimme Frage ist man da schon stolz oder?
00:24:46: Weil man sagt das sind ja so ein bisschen die Schützlinge... Also
00:24:49: wahnsinnig stolz und ich kann auch die eine Geschichte erzählen weil das ist im Moment mein Mein Herzi Pinky sage er ein bisschen und ich bin da keiner der dann irgendwie wichtige Ratschläge gibt aber dabei ist oder irgendwie versucht, ja irgendwie einfach im Rückhalt.
00:25:11: kann sie mich dann halt fragen wenn es Hilfe braucht oder ihre Eltern.
00:25:15: Das ist vor... ...zweitausendachzehn hat man einen Fan aus Biesenberg, der immer mit Vierzigleit kommt erzählt Wissen Sie, er identant?
00:25:28: bei uns in der Musikschule gibt es ein junges Mädel die kann wirklich singen.
00:25:33: Und ob man mal vorsingen darf mit vierzehnern?
00:25:38: Die junge Dame Anja Mittermüller hat mir dann vorgesungen und ich war begeistert wie groß die Stimme schon ist, wie musikalisch diese junge Dame.
00:25:46: Und sie hat dann wirklich aus der Schule heraus genommen, hat eine kleine Rolle bei uns im Blindmarkt gemacht in der Rose von Stambul.
00:25:55: Dann habe ich sie in Kloster Neuburg auch eingesetzt, in der Macht des Schicksals.
00:26:02: Und jetzt ist sie am Weg zu einem Weltstar.
00:26:07: Die geht zwar noch ins Studio oder wie in einer Staatsoper aber schon mit Soloverpflichtung hat Heuer bei den Salzburger Festspielen depitiert und eine der gefragtersten Liedsängerinnen war gerade in der Wigmarhalle in London Und ist vielfach ausgeht, sie ist zw.
00:26:28: und glaub ich weiß oft gar nicht wie ihr geschieht weil es so ein aufgehender Stern ist.
00:26:35: ja da bin ich natürlich stolz
00:26:38: kann man vorstellen das ist natürlich cool wenn wir dann die Karriere auch so verfolgen können
00:26:41: natürlich an was dafür Anfragen kommen und das ist schon
00:26:45: super.
00:26:47: nur zurück dass ich fragte dem eben auch die die Organisation des alles dazu gehört.
00:26:50: als Zuschauer sitzt man ja drinnen und schaut sich das an und sieht die perfekte Die Szenierung, also die Showgeniste ist begeistert von dem was auf der Bühne passiert.
00:27:00: Aber es ist ja irrsinnig vieles dahinter, das man als Zuschauer natürlich logischerweise nicht mitbekommt.
00:27:05: Was mich immer fragt als Leih quasi wenn ich so da sitze... Was passiert zum Beispiel bei einer kurz vor der Ur-Aufführung oder generell vor einer Vorstellung?
00:27:13: Wenn in der Früher oder ein ganz wichtiger Sänger oder eine ganz wichtige Sängerin sagt, ich kann stimmen weil ich bin krank oder irgendwas
00:27:20: Kann natürlich passieren.
00:27:22: Passiert auch immer wieder, wie heuer beim Zarevic haben wir sowieso weil die Rolle der Sonja sehr schwierig ist.
00:27:29: Haben wir zwei Besetzungen und Die zweite besetzung oder wie man eigentlich sagt in discover Ist auch eine ganz junge deutsch-französin Rebecca Möller, die jetzt schon ein paar mal gesungen hat und das ist wieder Eine Entdeckung also des publikum.
00:27:47: johlt vierundzwanzig Jahre alt Gestern hat sich gesungen.
00:27:52: Der Vorhang, es gibt ja eine genaue Applausordnung auch die wird gebraubt.
00:27:56: Wer sie waren wie verpeugt, gibt's eine offizielle und wenn das Publikum dann so jubelt geht der Vorhang noch mehr auf und mehr ab und die junge Dame hat so einen Erfolg gehabt als nur drei mehr Aufgaben.
00:28:08: Also fantastisch!
00:28:09: Ja, wenn jemand krank wird Wenn es bekannte Operetten sind, hat man Kontakt zu verschiedenen Agenturen die dann Sängerinnen und Sänger vermitteln.
00:28:19: Einspringen ist ja sehr gewollt, weil da weiß man dass der Intendant in einer Notlage ist, da kann man vielleicht ein bisschen mehr Gage verlangen.
00:28:28: und es gibt immer noch die Möglichkeit wenn die Regie sehr kompliziert ist das die erkrankte Person oder vielleicht sogar auch der Regisseur die Regisseure entspielt und von der Seite gesungen wird.
00:28:41: Da hat man dann einen Einspringer, der mit den Noten steht.
00:28:43: also da gibt es alle Möglichkeiten oder wenn's nicht so schlimm ist kann man natürlich eine Ansage machen und das Publikum um Verständnis bieten.
00:28:54: Und wir haben auch einen Heino-Orts der selbst Sänger war Das ist Alfred Berger aus Ferschnitz Der bei uns auch gesungen hat Da Gott sei Dank eine Praxis hat und da schickt man dann unsere Sänger hin.
00:29:08: Und der hilft natürlich auch, das sind wir sehr gut aufgestellt.
00:29:13: Ich muss auch sagen dass dann oft wenn es Einspringen gibt, dass das Publikum so mitfiebert und dass das oft besondere Abende werden
00:29:21: kann.
00:29:24: Es ist
00:29:29: stressig, weil das ganze ja ein Riesen-Mosaik ist.
00:29:33: Jedes Zahnrad vom Requisiteur oder vom Abendspielleiter von den... Technikern, vom Licht.
00:29:42: Es muss ja alles am Punkt sein.
00:29:44: und wenn da nicht irgendwas nicht so ist, wenn da auch mal wer links schon rechts geht,
00:29:49: kommt
00:29:50: schau durcheinander, weil das ist ein Summe aus vielen kleinen Dingen die dann ganz groß werden natürlich.
00:30:02: Und die Dynamik untereinander unter den... im Ensemble war es ja schlimmer ja interessant vor.
00:30:08: Ein springt gutfristig, dann eine komplett andere Person?
00:30:12: Ja die Dynamik ist da, weil alle an einem Strang ziehen.
00:30:16: Aber die Dynamiken in einer Masamble kann auch unterschiedlich sein.
00:30:19: Oft verstehen sich die Leute gut und verbringen auch die Freizeit untereinander.
00:30:24: Das kann auch anders passieren aber in der Regel gerade im Blinkenwerk... Bezeichnen sich ja die Mitwirkenden und unsere Leutersblindemark, das ist eine große Familie.
00:30:38: Und es immer wirklich einer Familie darf sie auch Probleme geben.
00:30:42: Überall!
00:30:44: Dass wer irgendwas macht.
00:30:47: Weil Sie ansprechen der Stress... Die Sängerinnen wollen die beste Leistung bringen.
00:30:56: und dann spürt man halt oft, heute ist nicht so ein guter Tag.
00:30:59: Vielleicht ist irgendwas passiert, irgendein Streit oder man fühlt sich nicht wohl... Oder man hat was falsches Gessen!
00:31:06: Und die Leute haben einen irrsinnigen Stress, diese auch bei den Topstars.
00:31:10: Da muss man da alle raus und der braucht es dann auch auf deinen Schubser von mir.
00:31:14: Du wir schaffen das?
00:31:16: Ich bin hinter der Bühne wenn irgendetwas ist, dann kriegen wir das auch hin.
00:31:20: Aber die stehen ja auch irrsinnig unter Druck.
00:31:22: Die müssen immer Höchstleistungen bringen und wollen das ja auch, und es ist noch ein Live-Erlebnis.
00:31:30: Das ist ihm nicht die KI, das ist ihm keine Maschine.
00:31:33: Der Sänger muss da mit seinen Stimmbändern was zaubern, was eh unglaublich ist – der kann das nicht ausbacken wie eine Geige!
00:31:41: Aber die jungen Sängerinnen sind dazu meist recht cool drauf und wollen ja fürs Publikum.
00:31:48: da sein.
00:31:49: Was ich vielleicht nur Publikumbühne sagen muss, früher hat man eher gesagt, da ist das Publikuum und da ist es Bühne.
00:31:58: Das verschmilzt heute viel mehr.
00:32:00: Also das Publiikum nimmt noch mehr Teil als früher.
00:32:06: Da gibt's keine... also da kommen solche Weibs so eine Energie von der Bühnen, dass das Publikum eben merkt, das ist Teil vom Ganzen.
00:32:15: Und ich habe das Glück aus langjähriger Intendant dass mich viele Menschen sehr lange begleiten und mit Begeisterung die jungen Sängerinnen und Sänger mit mir entdecken.
00:32:28: Und ein irrsinniges Gespür haben, da geht es gar nicht darum weiß, ob jetzt jeder dann sitzt und stimmt oder ob das Crescendo oder die Crescenda lauter und leiser werden richtig ist.
00:32:43: Sondern ob diese junge Person rüber kommt.
00:32:48: Ob da was da ist, was mich im Zuschauerraum berührt zu trennen oder zum lachen oder wo einfach Gefühle frei werden.
00:32:58: Und da hat gerade der Damateur, sag ich jetzt, den positiven Sinn im Zuschaueraum Wunderbare Gefühle, also der spürt das wirklich vom Bauch heraus.
00:33:10: Kommt da was?
00:33:11: Dieses bekannte...
00:33:12: Genau, dieses
00:33:13: gewisse
00:33:14: Etwas quasi.
00:33:15: Und da fiebern die Leute sehr mit und waren dann wenn entdecken und die taucht dann jetzt in der Weil gerade wieder zwei Sänger, die im Blindenmark begonnen haben für Opera Awards nominiert wurden weltweit und wir sagen dann ja die haben da begonnen.
00:33:29: Dann sagen die Leute Die kennen wir ja schon lange und bevor es nur an der Stauzoppe war, haben wir schon einen Blindenmark gehört.
00:33:36: Auch ein gewisser Stolz.
00:33:38: Ja natürlich!
00:33:39: Ich finde das immer easy nicht faszinierend.
00:33:41: vor allem ich denke mal dass man als Leise selber ist.
00:33:43: Ich singe ja auch in einer Handel usw.
00:33:46: Aber wie soll man denn sagen?
00:33:48: Das ist alles live da kommt nichts vom Bandl usw.. Wenn ich zum Beispiel in einer Operette bin oder mal solche Dinge anschaue, da habe ich... Ich denke immer es ist ja auch unterschiedlich, ob ich auf einer Bühne stehe bei einem Rockkonzert wo man sich so ein bisschen... ...ich sage jetzt nochmal wenn man einfach mal ein bissel verkürt ist oder leicht angeschlagen wird.
00:34:05: Oder die Nosen leicht zu sind und solche Dinge kann man sie da ein bißel durchmobeln.
00:34:09: Das kann man, wenn wir eine Operette sind.
00:34:12: vermutlich
00:34:14: Gibt es natürlich auch Möglichkeiten, dass man dann vielleicht manche Spitzentöne nicht singt?
00:34:19: Vielleicht wenn man weiß solist muss ich ja dann auch im großen Finale singen wo alle singern.
00:34:26: Alle anderen Solisten und der Chor kann ich mir ein bisschen zurückhalten.
00:34:31: da gibt's schon Möglichkeiten.
00:34:32: auch wie wir dann heute irgendwie durch den Abend kommt das ja.
00:34:37: aber es gibt auch ich glaube das haben wir noch nie gehabt Letzt hin wieder an der Wiener Staatsoper, dass ein Sänger den ersten Akt singen kann und mit dem zweiten Akt kann er nicht mehr.
00:34:47: Da muss man eine längere Pause machen und dann kommt da ein anderes Sänger!
00:34:52: Das gibt es natürlich auch, das ist uns Gott sei Dank auf Holz klopfen, noch nie passiert ja.
00:34:58: Ich kenn's nur von mir eben, vor allem wenn es ein größeres Konzert ist oder ein wichtigerer Auftritt oder so, dass man sich dann zwei drei Tage vorher schon so denkt... Ja,
00:35:06: ja.
00:35:07: Sie sind der ewige Stress.
00:35:08: Da kann ich nur eine berühmte Sängerin zitieren.
00:35:11: Birgit Nilsson war das, die eine ganz große Wagner-Sängerin war, die hat immer gesagt ... War nicht gesund bin habe leider keine Vorstellung!
00:35:22: Das bringt einen Punkt.
00:35:25: Es ist so dieser Stress.
00:35:27: Und man muss halt auch natürlich oft durch und es gibt ja auch Medikamente, die ein bisschen helfen.
00:35:35: Ich sage immer, das ist sicher gibt es dann Sternstunden.
00:35:40: Aber es gibt halt auch Tage wo...
00:35:43: Und das ist glaube ich auch ein bisschen so.
00:35:44: dieser, wie soll man das sagen?
00:35:46: Es ist ja jeder oder die meisten Künstler sind ja selbst die größten Kritiker, sag ich mal und
00:35:52: dieser
00:35:52: extreme Perfektionismus den man als Künstlern manchmal einen Tag legt für sich für die eigene persönliche Leistung was wahrscheinlich am andern gar nie auffallen wird.
00:36:01: Man weiß es ja!
00:36:03: Das sage ich auch immer.
00:36:04: Natürlich gibt es dann, obwohl wir auch mehr haben beim Zarewitsch-Kritiken, die schon ... Ja ja, die trauen sich gar nicht lesen weil sie so überschwinglich sind.
00:36:14: Aber ich sage meinen jungen Künstlerinnen und Künstlern immer Es ist jetzt kein Debüt und das Publikum ist ja auf unserer Seite.
00:36:24: Wir wollen ja gemeinsam einen wunderschönen Abend erleben Und das passiert heute im Blindenmarkt Und natürlich dürfen auch Fehler passieren, weil das ist im Live und da funktioniert halt für sich auch anders.
00:36:38: Da sind wir irgendwie was nicht technischirgendwas nicht funktionieren.
00:36:42: aber da arbeiten eben viele Menschen mit ihren Händen und mit der Stimme und geben ihr Bestes.
00:36:50: Das kann ich glaube ich für jeden Abend garantieren.
00:36:53: Und das ist live ist immer mit falschen Stichwort immer gut?
00:36:57: Ich habe jetzt kein Beleg dafür und das ist meine persönliche Meinung.
00:37:01: Ich glaube schon, dass gerade in Zeiten von Online- und KI- und Smartphones uns ihm zwar angesprochen die Kindheit, wo noch alles an der Logo war
00:37:10: usw.,
00:37:11: ich glaub' da heutzutage wirklich wahrscheinlich jetzt schon stattfindet wieder ein Umdenken und ich glaub', dass es in Zukunft noch mehr werden wird, dass Leute eine Sehnsucht haben, noch was was echtes!
00:37:22: Genau.
00:37:22: Dass
00:37:23: man sagt, ich bin jeden Tag am Smartphone im Internet oder ich bin mit allem konfrontiert und ich will wohin gehen wo man sagt das was da jetzt passiert?
00:37:32: Das passiert jetzt live auf der Bühne!
00:37:35: Da wird nix... Und
00:37:37: ich bin mitten drinnen.
00:37:38: Ja.
00:37:39: Und durch meinen Applaus, durch mein Zuhören, durch das Leisewerden und passiert da kann man sich wirklich zu lichtesten Höhen gegenseitig ein paar schaukeln.
00:37:49: ja und das Handy Ist natürlich ein Problem, das wissen wir unsere Zeit.
00:37:54: Alle sind am Handy, auch wenn man irgendwo herum geht jeder schaut.
00:38:01: Da passiert ja auch viele Dinge und das kann man mal für ein paar Stunden ausschalten.
00:38:08: Viele schaffen es nicht, das merke ich auch immer in Wiener Musikverein oder in der Staatsoperwurst.
00:38:13: dann wieder glingelt gerade ältere Leute die meinen das nicht böse aber können mit dem nicht umgehen.
00:38:18: also da muss man glaube ich bald was erfinden dass die Hände es einfach nicht funktionieren oder in den Häusern, dass da ja kein Empfang gibt.
00:38:28: Weil das oft schon stören dies.
00:38:30: Da sind wir dann wunderschön.
00:38:31: auf einmal geht's wieder los kann auch bei Höherberaten passieren.
00:38:35: also keiner macht das absichtlich.
00:38:38: aber das ist halt die Technik sehr wichtig.
00:38:40: in unserer Zeit Kann ja auch viel.
00:38:42: Wir haben heute wieder LED-Effekte, also die Technik kann aber... wenn man es in Griff hat und wenn sich funktioniert ganz was Wunderbares sein, aber wir müssen lernen damit umzugehen und die KI soll nicht uns steuern sondern wie sie.
00:38:57: Sollte so sein eigentlich?
00:38:58: Das
00:38:58: ist das.
00:38:59: Aber ich glaube eben dass wirklich ... Also ich mache mir keine Sorgen um die Live, ob das jetzt Musik ist oder Oper oder Operette oder Theater oder Musical Die Leute werden zu Live-Konzerten, zu Live Events gehen in Zukunft.
00:39:15: Also das ist glaube ich auch nicht der wenigen Branchen, weil einfach dieses Sehnsucht bleibt.
00:39:19: noch was echtem glaube ich.
00:39:20: Wenn man wirklich einen ganzen Tag eben online ist und so weiter... Und man kann sich ja heutzutage theoretisch so gut wie jede Aufführung jedes Livekonzert irgendwo auf YouTube anschauen wenn man will.
00:39:31: aber trotzdem ist es Ein Leife-Lebens ist ein Leife Elevent.
00:39:34: Und ich glaube, dass das an einzelnen Stunden wird.
00:39:37: Und da setzen wir noch eins drauf in dem wir unverstärkt sind.
00:39:42: also Oper und Operette wurde ja nicht für so geschrieben, dass man es verstärkt singt beim Musicling natürlich.
00:39:48: Das ist eine ganz andere Stimmfach aber da hört man wirklich die Stimme pur und die sagt den Leuten oft bei sich sagen Die Sopranistin versteht man weniger, die sinkt natürlich ganz hoch.
00:40:01: Das ist halt eine Stimblage wo man nicht jedes Wort versteht.
00:40:04: Würden wir auch mit Verstärkung nicht verstehen?
00:40:06: Es gibt natürlich kleinere und größere Stimmen... das ist der Spanner aber es ist live!
00:40:12: Und da wird nicht durch den Ton, weil es gibt Festspiele wie Prägenz.
00:40:18: Da muss man verstärken, egal.
00:40:20: Aber da brauchst du dann auch unglaubliche Technik.
00:40:24: Dass man ein Richtungshörern entwickeln kann, dass nicht alles gleich laut von der Bühne rüberkommt.
00:40:31: Dass man auch weiß wer singt und da bist du dann auch sehr vom Tonmeister abhängig.
00:40:35: Das ist ein Gespür für Stimmenhall weil die klassischen Sängerinnen und Sänger sind nicht dazu ausgebildet mit Mikro zu singen.
00:40:45: Und das ist ihm das Schöne im Blindenmarkt.
00:40:47: wir haben eine gute Akustik dass man da wirklich nach Unverstärkt singen kann.
00:40:55: Ich finde es ja immer ganz faszinierend, wenn man gewisse Gebäude sich anschaut, die damals eben gebaut waren seit einer Zeit wo es nur keine Rede war für ein Mikrofon sein, wo es nun nicht einmal elektrisches Licht gegeben hat und das hat aber eine Bühne gegeben...
00:41:09: Aber mir ist auch gezwungen zuzuhören!
00:41:11: Es kommt nicht alles mit einem riesengewalt gleichlaut dröntes drei Stunden lang raus oft mit einer sehr schlechten Technik, sondern man muss halt hinhören.
00:41:23: und es gibt heute kleinere Stimmen und größere Stimmen.
00:41:26: Stimmen die durchdringen aber das zaubert sich und das ist auch ein wunderschönes eine wundeschöne Erfahrung.
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